Heimatpflege ist nicht rückwärtsgewandt. Sie gestaltet Zukunft mit dem Wissen und den Erfahrungen vergangener Generationen. Die ehrenamtlichen Heimatpflegerinnen und Heimatpfleger können keine Fachleute auf allen Gebieten sein. Jeder von ihnen hat spezielle Arbeitsschwerpunkte. Sie sind besonders angewiesen auf das Wissen und die Unterstützung der Bürger, Politischen Gremien, Verwaltungen, Vereine, Kirchen, Lehrer und Schulen. Die Heimatpflege in der Region soll einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden, und zwar durch eine Reihe von Aktionen, die von Mitgliedern der Arbeitsgruppe innerhalb der Braunschweigischen Landschaft mitgetragen werden.
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Berichte aus der Zeitung
Heimatpfleger wünscht sich Aussichtsturm
Umfrage des Bürgervereins Weststadt zum Westpark -
Vorschläge auch Lehrpfad und bessere Wege
Von Bettina Thoenes- BZ 28.03.2003
„Von hier aus kann man Braunschweigs Kirchen bestimmen", deutet Fredi Boese auf das Stadtpanorama. Doch trotz des freien Blicks, der bei klarem Wetter bis zum Elm reicht: Der im Westpark als Aussichtpunkt ausgewiesene Hügel am Madamenweg erfüllt diesen Anspruch schon wegen seiner unattraktiven Gestaltung nicht, wie Mitglieder des Bürgervereins Weststadt meinen.
Fünf Kastanien wurden auf dem Aussichtpunkt nahe dem Reitpark gepflanzt. Ein paar Meter weiter stehen, weitgehend unbeachtet zwei Skulpturen, die das „Paar" der Künstlerin Anke Westermann.


Fünf Kastanien wurden auf dem Aussichtpunkt nahe dem Reitpark gepflanzt. Ein paar Meter weiter stehen, weitgehend unbeachtet zwei Skulpturen, die das "Paar" der Künstlerin Anke Westermann bilden. „Hierher verirren sich selten Leute", weiß Edmund Heide, Heimatpfleger der Weststadt und wie Fredi Boese Mitglied im Bürgerverein. Bänke seien wegen des Vandalismus wieder entfernt worden. Heide hat die Erfahrung gemacht: „Wenn ich Gruppen zu dem Hügel führe, sagen viele: Hier bin ich noch nie gewesen."
Der rührige Bürgerverein, der jetzt den Westpark ins Visier genommen hat, wünscht sich eine Aufwertung der einstigen Mülldeponie, über die längst Gras gewachsen ist. Damit Bürger den Hügel als „Westparkberg" akzeptierten, meint Edmund Heide, wäre ein kleiner, aber markanter Aussichtsturm oder wenigstens eine erhöhte Plattform dort an der richtigen Stelle.
Doch nicht nur für ihre eigenen Vorstellungen wollen die Vereinsmitglieder werben. Fredi Boese und Wolfgang Weber haben Weststädter zum Westpark befragt. Einige der Umfrage-Ergebnisse, die an Entscheidungsgremien weitergeleitet werden:
Der Zustand der Wege vor allem nach Regen sei schlecht und müsste verbessert werden. Die Haupt-wege sollten zur besseren Orientierung Bezeichnungen tragen Gewünscht wurden Tafeln mit kurzen Erläuterungen zu den Kunstwerken im Park. Ein Thema war auch der Bilderrahmen am Madamenweg: Er beginne schon zu rosten, bedauerten Bürger und kritisierten, dass es an diesem beliebten Anlaufpunkt keine Möglichkeit zum Rasten gebe. Ein weiterer Vorschlag: einen Lehrpfad einzurichten. Denn nicht nur Schulen, auch Naturliebhaber würde ein solcher Pfad motivieren, den Westpark anzusteuern. Zuwege sollten außerdem zum Biotop nördlich des Aussichtshügels geschaffen werden.
Insgesamt wissen die Bürger den Westpark, der seit 1980 immer weiter gestaltet wird, zu schätzen. Und so gab es etwa Lob für die zwei Jahren alte Lindenallee mit Reiter-, Fußgänger- und Radweg, die parallel zum Madamenweg führt und als Bereicherung empfunden wird.







